{"id":47,"date":"2025-09-06T22:39:45","date_gmt":"2025-09-06T20:39:45","guid":{"rendered":"https:\/\/roroblogging.ddns.net\/?p=47"},"modified":"2025-09-07T22:39:57","modified_gmt":"2025-09-07T20:39:57","slug":"angekommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/roroblogging.ddns.net\/?p=47","title":{"rendered":"Angekommen"},"content":{"rendered":"\n<p>Nach zwei Tagen Kletterei brauchten wir Erholung \u2013 ein Wandertag musste her. Unsere Wahl fiel auf den Rautkofel. Leider kein Rundweg, sondern knapp 6 Kilometer hin und wieder zur\u00fcck. Doch an einem sonnigen Samstag wollte keiner von uns viel Zeit bei der Suche nach Ruhe und Erholung auf bekannten, von Menschenmassen \u00fcberlaufenen Wegen verlieren &#8211; lieber Zeit f\u00fcr die Suche nach der richtigen Spur auf unmarkierten Pfaden investieren. Der Rautkofel versprach nicht nur Einsamkeit, sondern auch einen traumhaften Blick auf die Nordseite der Drei Zinnen. Auf geht\u2019s!<\/p>\n\n\n\n<p>Der erste Teil des Aufstiegs zog sich dahin: Latsche, Latsche, Latschenkiefer. Dann kam der Durchbruch und nur noch blanker Dolomit lag vor uns. Ein Tr\u00e4umchen. Nach 800 H\u00f6henmetern legten wir an einer alten Kriegsstellung eine Rast ein. Aussicht und Sonne genie\u00dfen. Kr\u00e4fte sammeln. Unser \u201everloren geglaubter Sohn\u201c packte Kartoffeln, Eier, K\u00e4se, dies, das, jenes aus &#8211; ein Wanderb\u00fcfett vom Feinsten. Noch ein Tr\u00e4umchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere 400 H\u00f6henmeter warteten im alpinen Gel\u00e4nde. Wie es sich f\u00fcr Abenteurer geh\u00f6rt, verloren wir zwischendurch den Weg aus den Augen. Doch Mensch wie Hund arbeiteten Hand in Pfote und schlugen sich tapfer &#8211; Teamarbeit eben. Wir kamen gut voran. Kurz vor dem Gipfel entschieden wir uns jedoch, den letzten, ger\u00f6lligen Anstieg auszulassen. Stattdessen blieben wir bei den obersten Kriegsstellungen im Gr\u00fcnen, in der Sonne \u2013 mit einem Blick auf die Drei Zinnen, der seinesgleichen sucht.<\/p>\n\n\n\n<p>Und so sa\u00dfen wir da. Sonne im Gesicht, Dolomit soweit das Auge reicht, Freunde an unserer Seite, Hunde zu unseren F\u00fc\u00dfen, beste Laune, beste Aussicht. Einer dieser seltenen Momente, in denen alles stimmt. Wir merkten, dass es so weit war: Wir waren angekommen \u2013 auf unserer Reise, in unserem Urlaub, fernab von Zwang, Drang und Stress.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Abstieg haben wir \u00fcbrigens auch geschafft. Alle Gefahren des Bergs \u00fcberwunden, m\u00fcssen wir jetzt nur noch aufpassen, nicht am Stolz auf unsere vierpf\u00f6tigen Begleiter zu ersticken. Cima &#8211; souver\u00e4n im Gel\u00e4nde, freilaufend und, wo n\u00f6tig, erfolgreich bei der eigenen Wegsuche. Happy &#8211; an der kurzen Leine, aufmerksam folgend, springend, bleibend und, wenn gefragt, freilaufend zum angegebenen Zweibeiner.<\/p>\n\n\n\n<p>Und w\u00e4hrend wir so nebeneinander sitzen, denken wir an die vielen, oft mit einem Schmunzeln quittierten \u00dcbungen mit kraxelnden Hunden am heimischen Fels. Wir denken l\u00e4chelnd an unsere letzte Heimat \u2013 die Fr\u00e4nkische Schweiz. Wir nehmen noch einmal gedanklich Abschied &#8211; auf unbestimmte Zeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach zwei Tagen Kletterei brauchten wir Erholung \u2013 ein Wandertag musste her. Unsere Wahl fiel auf den Rautkofel. Leider kein Rundweg, sondern knapp 6 Kilometer hin und wieder zur\u00fcck. 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