{"id":165,"date":"2025-11-16T23:14:24","date_gmt":"2025-11-16T22:14:24","guid":{"rendered":"https:\/\/roroblogging.ddns.net\/?p=165"},"modified":"2025-12-04T23:25:01","modified_gmt":"2025-12-04T22:25:01","slug":"wir-melden-uns-zuruck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/roroblogging.ddns.net\/?p=165","title":{"rendered":"Wir melden uns zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"\n<p>Nein, noch sind wir nicht von unserer Reise zur\u00fcck, auch wenn das beinahe der Fall gewesen w\u00e4re. Wir wollen uns nur von unserer \u201cSendepause\u201d zur\u00fcckmelden und starten dazu erst einmal, wo wir aufgeh\u00f6rt hatten: Florenz.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sonne, Regen und Florenz<\/h2>\n\n\n\n<p>Gemeinsam mit Sonne und Regen verbrachten wir drei Tage in Florenz. Jeden Tag hatten wir einen anderen sch\u00f6nen \u00dcbernachtungsplatz &#8211; mal mit Ausblick von ganz oben auf das n\u00e4chtliche Florenz, mal direkt neben dem Stadion, weil wir abends umpark-faul wurden. Ganz gleich, gestartet sind wir t\u00e4glich vom Stadion-Parkplatz. Zu Fu\u00df oder mit dem Bus sind wir in die Innenstadt gependelt, um dort viel Geld gegen Einblicke in die Kunst und Geschichte der Stadt zu tauschen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz Schlangestehen, Nieselregen und (f\u00fcr uns) Menschenmengen haben wir begeistert die Kuppel des Doms, den Glockenturm, die Krypta und das Dom-Museum besucht, lie\u00dfen unsere K\u00f6pfe 2 Stunde lang bei einer Stadtf\u00fchrung mit historischem Wissen f\u00fcllen, a\u00dfen Eis und verspeisten kulinarische Spezialit\u00e4ten wie Lampredotto (Br\u00f6tchen mit dunklem, zartem Labmagen des Rindes) und Trippa (Br\u00f6tchen mit Pansen, Netz- und Bl\u00e4ttermagen des Rindes) &#8211; vielleicht war nicht jeder von uns gleicherma\u00dfen von allem begeistert &#8211; und schlossen mit einer Flut von Kunst und Skulpturen im Ufficio ab. Kurz um: Wiederholt ein sehr anstrengender, aber gelungener St\u00e4dtetrip.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Siena als Geldbeutel-Kurzurlaub<\/h2>\n\n\n\n<p>Da wir nicht direkt etwas Kletterbares auf unserem weiteren Weg Richtung S\u00fcd fanden, hielten wir Kurs auf Siena. Wie so oft, parkten wir das Wohnmobil irgendwo im Nirgendwo am Stadtrand und machten uns auf, um die alte Stadt zu durchstreifen. Gl\u00fccklicherweise lassen sich in Siena f\u00fcr schmales Geld Eindr\u00fccke sammeln&nbsp; &#8211; quasi Erholungsurlaub f\u00fcr den durch Florenz verschreckten Mensch und seinen Geldbeutel.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zu zweit konnten wir sowohl der beeindruckenden Kathedrale als auch dem Museum und der Krypta einen entspannten Besuch abstatten, doch nach dem Motto \u201c(kulturelle) Bildung tut uns allen gut\u201d,wollten die beiden flauschigen Damen nicht zur\u00fcckbleiben. F\u00fcr die restliche Stadterkundung begleiteten sie uns daher.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>So wie Eltern ihre Kinder f\u00fcrs Artig-Sein belohnen, so sind auch wir diesem gesellschaftlichen Zwang bei unseren M\u00e4dels nachgekommen: Zum Abschluss ging es auf den Spielplatz &#8211; Hundespielplatz versteht sich. Es wurde mit Zweibeinern getobt, miteinander, mit anderen Vierbeinern und jedes vorhandene \u201cSportger\u00e4t\u201d ausprobiert &#8211; Spiel und Spa\u00df und \u201cSport frei\u201d!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Krankheit, Schweinejagd und Klettern<\/h2>\n\n\n\n<p>Was wir in Siena an Geld gespart hatten, mussten wir im Nachgang mit Gesundheit zahlen. Schniefen, Husten, N\u00f6rgeln &#8211; die Luft im Wohnmobil war gef\u00fcllt mit nervigen Ger\u00e4uschen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wer kennt den Spruch nicht auch \u201cwer arbeiten kann, kann auch klettern\u201d?! Gut, der Spruch geht wohl anders, aber nehmen wir an, er w\u00fcrde so lauten, dann erkl\u00e4rt sich von alleine, dass wir trotz Rotznasen wieder auf Felserkundung gehen wollten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wille und Vernunft &#8211; Katja und Tobi &#8211; Klettern? Wir suchten uns vorerst zur Erholung einen abgelegenen, kostenlosen Stellplatz. Viel frische Luft, Sonnenschein und leichte Bewegung hat bekanntlich noch niemandem geschadet und so machten wir uns zu einer kleinen Wandern auf.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Knall, Gejohle, Knall, Geheule, Knall, Knall, Knall. R\u00fcckzug! Wildschwein-Treibjagd stand irgendwo in der N\u00e4he auf dem Samstagsplan der Einheimischen &#8211; eine Begeisterung, die Cima augenscheinlich auf gar keinen Fall teilen konnte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Neuer Tag, neues Gl\u00fcck? Wir wanderten los, kamen auf einem H\u00fcgel an und\u2026 standen quasi inmitten von J\u00e4gern, die sich gerade anschickten, die n\u00e4chste Treibjagd zu er\u00f6ffnen. Wir entschieden uns, dass man sich auch ausreichend direkt vor dem Wohnmobil mit Yoga bewegen kann.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kurz mal Klettern<\/h2>\n\n\n\n<p>Man mag es nicht glauben, doch weitestgehend erholt, machten wir uns nach diesem Wochenende auf zum Klettern und landeten \u00fcber ein paar Umwege in den Marken bei der Grotte di Frasassi. Geiz ist geil &#8211; wir lie\u00dfen das Geld stecken und statt in den Grotten zu flanieren, gingen wir klettern, wandern und abgelegene Orte genie\u00dfen\u2026 und brachten zwischendurch das gesparte Geld schnell noch zu einem Tiergesch\u00e4ft, weil aus Happys und Cimas Fell Fl\u00f6he winkten &#8211; scheinbar halb tot, aber wir wollten sie lieber ganz tot sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiter ging es nach Ascoli Piceno &#8211; zum Klettern und Stadtbummeln &#8211; und als wir alles abgeklettert hatten, ging es weiter nach Pescara. Nach einer lauten Nacht und einer ausf\u00fchrlichen Runde Toben am Sandstrand, trieb es uns weiter\u2026<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Auf zum Finale<\/h2>\n\n\n\n<p>Wir trafen am Lago di Lesina im Parco Nazionale del Gargano ein. Ignoriert man den ganzen M\u00fcll und die Ferien-Geisterstadt, standen wir sehr sch\u00f6n &#8211; ganz nah am Ufer mit Sandstrand und Blick auf die Adria.<\/p>\n\n\n\n<p>Arbeitend, die Aussicht und Sonne genie\u00dfend fuhren wir entlang der K\u00fcsten durch die St\u00e4dte bis zum \u00e4u\u00dfersten Punkt des Nationalparks, um dann kurvenreich auf nahezu einsamen Stra\u00dfen direkt durch das gr\u00fcne Herz des Parks nach Mattinata zu gelangen. Mehrere Tage lang standen wir abseits des Ortes zwischen Olivenhainen, h\u00f6rten fr\u00fch um 6 Uhr die Erntehelfer kommen, sahen sie 14 Uhr wieder fahren und vergn\u00fcgten uns selbst derweil an Felsen aus bestem Kalkstein. Irgendwann teilten uns unsere Finger mit, dass es Zeit f\u00fcr eine Pause und somit Zeit f\u00fcr die Weiterreise war.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wir entschlossen uns zu einer letzten Nacht vor Ort, um den herrlichen Sonnenaufgang und den unglaublichen Blick auf das Meer und die Umgebung noch einmal genie\u00dfen zu k\u00f6nnen. Erst dann machten wir uns auf den Weg zu einem letzten Abstecher in der Gegend, denn unsere M\u00e4dels m\u00f6gen das Wandern\u2026 nicht immer nur das \u201cam-Wandfu\u00df-Abgammeln\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun\u2026 Es war eine sehr sch\u00f6ne Wanderung, doch das Finale unseres Aufenthaltes in der n\u00f6rdlichsten Region Apuliens hatten wir uns etwas anders vorgestellt. Etwa so: Wir gehen motiviert wandern, essen Pizza, fahren die K\u00fcste entlang Richtung Bari, kaufen unterwegs lokal-hergestelltes Oliven\u00f6l und genie\u00dfen abends frisches Brot mit eben diesem \u00d6l und Salz und einem sch\u00f6nen Salat. Traumhaft, oder?<\/p>\n\n\n\n<p>Traumhaft wurde es auch f\u00fcr uns, nur kam da noch ein ungeplanter und v\u00f6llig unerw\u00fcnschter Prefix vor: Alb. Albtraumhaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Als wir von der Wanderung, bei der wir im \u00dcbrigen keine leckere Pizza finden konnten, ausgehungert am Abstellort unseres Mobils ankamen, durften wir feststellen, dass auch aus dem restlichen Plan mit dem leckeren Oliven\u00f6l, dem Brot und dem Salat an diesem Tag nichts mehr werden w\u00fcrde. Kein Wohnmobil. Weit und breit kein Wohnmobil. Traum-Ende? Albtraum-Anfang?<\/p>\n\n\n\n<p>Weiter geht\u2019s morgen. Die K\u00f6pfe m\u00fcssen sich im Schlaf noch etwas sortieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nein, noch sind wir nicht von unserer Reise zur\u00fcck, auch wenn das beinahe der Fall gewesen w\u00e4re. Wir wollen uns nur von unserer \u201cSendepause\u201d zur\u00fcckmelden und starten dazu erst einmal, wo wir aufgeh\u00f6rt hatten: Florenz.&nbsp; Sonne, Regen und Florenz Gemeinsam mit Sonne und Regen verbrachten wir drei Tage in Florenz. Jeden Tag hatten wir einen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[],"class_list":["post-165","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-italien"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/roroblogging.ddns.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/165","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/roroblogging.ddns.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/roroblogging.ddns.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/roroblogging.ddns.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/roroblogging.ddns.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=165"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/roroblogging.ddns.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/165\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":166,"href":"https:\/\/roroblogging.ddns.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/165\/revisions\/166"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/roroblogging.ddns.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=165"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/roroblogging.ddns.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=165"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/roroblogging.ddns.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=165"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}