{"id":104,"date":"2025-09-28T22:58:44","date_gmt":"2025-09-28T20:58:44","guid":{"rendered":"https:\/\/roroblogging.ddns.net\/?p=104"},"modified":"2025-10-05T20:59:19","modified_gmt":"2025-10-05T18:59:19","slug":"von-apfeln-baren-und-kriegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/roroblogging.ddns.net\/?p=104","title":{"rendered":"Von \u00c4pfeln, B\u00e4ren und Kriegen"},"content":{"rendered":"\n<p>Nach einer morgendlichen Runde am Freitag durch die Rastenbachklamm, bei der die Hunde die Gittertreppen zwar hinaufstiegen, aber hinunter getragen werden mussten, ging es noch schnell zum Tierarzt nach Kaltern. Wirklich hilfreich war die gute Dame dort nicht \u2013 aber Geld hat sie uns trotzdem abgenommen, und davon nicht zu wenig. W\u00e4hrend Tobi anschlie\u00dfend in der Kellerei Tramin Wein verkostete und einkaufte, schliefen die drei Damen des Hauses ihren Medikamentenrausch aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Samstag nahmen wir erneut Anlauf, um uns ein wenig zu bewegen und mehr von unserem ersten Reiseland zu sehen. Wie eine kleine Schar Aasgeier fielen wir \u00fcber die Apfelplantagen rund um unseren \u00dcbernachtungsplatz her und wie es sich f\u00fcr echte Aasgeier geh\u00f6rt, t\u00f6teten wir nichts \u2013 wir nahmen nur, was bereits \u201everendet\u201c am Boden lag. Auf gut Deutsch: Wir pfl\u00fcckten nicht frech die gl\u00e4nzenden \u00c4pfel von den B\u00e4umen, sondern sammelten die auf, die unbesch\u00e4digt den Weg vom Ast auf den Boden gefunden hatten. Als der Rucksack voll war, kehrten wir zur\u00fcck. Es ging weiter zu den B\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Sache mit den B\u00e4ren werden wir wohl in n\u00e4chster Zeit nicht wiederholen. In Erwartung eines sch\u00f6nen Spazierganges mit den Hunden in einem weitl\u00e4ufigen Wildtierpark, in dem f\u00fcr die in Gefangenschaft lebenden Wildtiere wenigstens halbwegs angemessen gro\u00dfe Gehege angelegt wurden, machten wir uns auf den Weg.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nun, man sollte halt nicht st\u00e4ndig etwas erwarten. Die B\u00e4ren liefen verst\u00f6rt von links nach rechts, der Luchs hatte so viele Versteckm\u00f6glichkeiten, dass man ihn ohne Suche am hellichten Tage fand, und die Uhus brauchten keine gestutzten Fl\u00fcgel, denn zum Fliegen war ohnehin kein Platz. Begeistert waren nicht einmal Cima und Happy, denn ihre Freunde, die Wildschweine, fehlten ganz.<\/p>\n\n\n\n<p>Genug von lebenden Menschen und gefangenen Tieren. Wir widmeten uns am Sonntag der menschlichen Geschichte inmitten freier Wildtiere. Unser Ziel: der versicherte Steig auf den Corno Battisti, einen Berg nahe Rovereto, durchzogen von Tunneln aus dem Ersten Weltkrieg. \u00dcber 1.200 H\u00f6henmeter und mehr als sieben Kilometer ging es durch Wald und Fels, durch dunkle, nasse G\u00e4nge stetig bergauf. Oben angekommen genossen wir den weiten Blick \u00fcber die Schaupl\u00e4tze des Krieges und ahnten noch nicht, dass uns auf dem R\u00fcckweg sieben Kilometer lang ein Kleinkrieg eigener Art erwartete.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Abstieg trafen wir unz\u00e4hlige G\u00e4mse, oft nur wenige Meter entfernt. Wir starrten sie an, sie starrten zur\u00fcck &#8211; bis sie davonh\u00fcpften und Happy an der Leine jaulend hinterherzog. Dieses Spiel wiederholte sich gef\u00fchlt hunderte Male. Spa\u00dfig. Wer am Ende des Tages ersch\u00f6pfter war, l\u00e4sst sich wirklich nicht mehr sagen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einer morgendlichen Runde am Freitag durch die Rastenbachklamm, bei der die Hunde die Gittertreppen zwar hinaufstiegen, aber hinunter getragen werden mussten, ging es noch schnell zum Tierarzt nach Kaltern. Wirklich hilfreich war die gute Dame dort nicht \u2013 aber Geld hat sie uns trotzdem abgenommen, und davon nicht zu wenig. 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